Motherboards, Systemplatinen und Mainboards

Das Motherboard dient dazu, alle Teile eines Computers miteinander zu verbinden. Die CPU, der Speicher, die Festplatten und andere Ports und Erweiterungskarten werden alle direkt oder über Kabel mit dem Motherboard verbunden.

Das Motherboard ist das Stück Computerhardware, das man sich als „Rückgrat“ des PCs vorstellen kann, oder besser gesagt als die „Mutter“, die alle Teile zusammenhält.

Telefone, Tablets und andere kleine Geräte haben auch Motherboards, aber sie werden oft stattdessen als Logikkarten bezeichnet. Ihre Komponenten werden in der Regel platzsparend direkt auf die Platine gelötet, so dass es keine Erweiterungssteckplätze für Upgrades gibt, wie man sie bei Desktop-Computern sieht.

Der IBM Personal Computer, der 1981 auf den Markt kam, gilt als das allererste Computer-Motherboard (damals noch als „planar“ bezeichnet).

Beliebte Mainboard-Hersteller sind ASUS, AOpen, Intel, ABIT, MSI, Gigabyte und Biostar. Darüber hinaus gibt es kleinere Herrsteller durchaus guter Mainboards wie z.B. das Asrock H61 Pro BTC/U3S3 aus dem Jahr 2014, ein solides Board mit guten Leistungen, natürlich nicht mehr ganz Zeitgemäß.

Hinweis: Das Motherboard eines Computers wird auch als Mainboard, Mobo (Abkürzung), MB (Abkürzung), Systemplatine, Baseboard und sogar Logikplatine bezeichnet. Erweiterungskarten, die in einigen älteren Systemen verwendet werden, werden als Tochterkarten bezeichnet.

Mainboard-Komponenten

Alles hinter dem Computergehäuse ist in irgendeiner Weise mit dem Motherboard verbunden, so dass alle Teile miteinander kommunizieren können.

Dazu gehören Grafikkarten, Soundkarten, Festplatten, optische Laufwerke, die CPU, RAM-Sticks, USB-Ports, ein Netzteil, etc. Auf dem Motherboard befinden sich auch Erweiterungssteckplätze, Steckbrücken, Kondensatoren, Gerätestrom- und Datenanschlüsse, Lüfter, Kühlkörper und Schraublöcher.

Wichtige Fakten zum Motherboard

Desktop-Motherboards, Gehäuse und Netzteile sind in verschiedenen Größen erhältlich, die als Formfaktoren bezeichnet werden. Alle drei müssen kompatibel sein, um richtig zusammenzuarbeiten.

Motherboards unterscheiden sich stark in Bezug auf die Art der Komponenten, die sie unterstützen. So unterstützt beispielsweise jedes Motherboard einen einzelnen CPU-Typ und eine kurze Liste von Speichertypen. Darüber hinaus sind einige Grafikkarten, Festplatten und andere Peripheriegeräte möglicherweise nicht kompatibel. Der Mainboard-Hersteller sollte klare Hinweise zur Kompatibilität der Komponenten geben.

In Laptops und Tablets, und zunehmend auch in Desktops, übernimmt das Motherboard oft die Funktionen der Grafik- und Soundkarte. Dies hilft, diese Art von Computern klein zu halten. Es verhindert aber auch, dass diese Einbaukomponenten aktualisiert werden.

Schlechte Kühlmechanismen für das Motherboard können die daran angeschlossene Hardware beschädigen. Aus diesem Grund werden Hochleistungsgeräte wie die CPU und High-End-Grafikkarten in der Regel mit Kühlkörpern gekühlt, und integrierte Sensoren werden oft verwendet, um die Temperatur zu erfassen und mit dem BIOS oder Betriebssystem zu kommunizieren, um die Lüfterdrehzahl zu regeln.

Geräte, die an ein Motherboard angeschlossen sind, benötigen oft Gerätetreiber, die manuell installiert werden, damit sie mit dem Betriebssystem funktionieren. Weitere Informationen finden Sie unter Treiberaktualisierung unter Windows, wenn Sie Hilfe benötigen.

Physikalische Beschreibung eines Motherboards

Bei einem Desktop ist das Motherboard im Inneren des Gehäuses montiert, gegenüber der am leichtesten zugänglichen Seite. Sie wird über kleine Schrauben durch vorgebohrte Löcher sicher befestigt.

Die Vorderseite des Motherboards enthält Anschlüsse, an die alle internen Komponenten angeschlossen sind. Ein einzelner Sockel/Steckplatz beherbergt die CPU. Mehrere Steckplätze ermöglichen den Anschluss eines oder mehrerer Speichermodule. Andere Ports befinden sich auf dem Motherboard, und diese ermöglichen es der Festplatte und dem optischen Laufwerk (und ggf. dem Diskettenlaufwerk), sich über Datenkabel zu verbinden.

Kleine Kabel von der Vorderseite des Computergehäuses verbinden sich mit dem Motherboard, damit die Strom-, Reset- und LED-Leuchten funktionieren. Die Stromversorgung aus dem Netzteil erfolgt über einen speziell dafür vorgesehenen Port an das Motherboard.

Ebenfalls auf der Vorderseite des Motherboards befinden sich eine Reihe von Peripheriekartensteckplätzen. In diesen Steckplätzen werden die meisten Grafikkarten, Soundkarten und andere Erweiterungskarten mit dem Motherboard verbunden.

Auf der linken Seite des Motherboards (die Seite, die dem hinteren Ende des Desktop-Gehäuses zugewandt ist) befinden sich eine Reihe von Ports. Diese Anschlüsse ermöglichen es den meisten externen Peripheriegeräten des Computers, wie Monitor, Tastatur, Maus, Lautsprecher, Netzwerkkabel und mehr anzuschließen.

Alle modernen Motherboards verfügen auch über USB-Anschlüsse und zunehmend auch über andere Anschlüsse wie HDMI und FireWire, die es kompatiblen Geräten ermöglichen, sich bei Bedarf mit Ihrem Computer zu verbinden – Geräte wie Digitalkameras, Drucker usw.

Das Desktop-Motherboard und das Gehäuse sind so konzipiert, dass bei Verwendung von Peripheriekarten die Seiten der Karten knapp außerhalb des Backends passen und ihre Ports zur Verfügung stehen.